Auf ein Wort....

Oh man, dieser ewige Ärger ums Aufräumen bei uns zuhause. Das strengt mich so an. Ich glaube, Kinder leben am liebsten im Chaos! Sollte ich mich anpassen? Jesus ist ja auch nicht gerade in einen aufgeräumte Welt gekommen. Ein Stall….. da wird es nicht viel besser ausgesehen haben als in unseren Kinderzimmern. Aber der Stall war ja nur eine Notlösung. Maria und Josef fanden keinen Raum in der Herberge. Da wurde der Stall zum Raum für die Geburt Gottes. Die Ewigkeit begegnet uns  in einem begrenzten Raum. Er, der Schöpfer dieser Welt, der vor allem war, in allem ist, ewig, unbegreiflich, außerhalb von Raum und Zeit, kommt als Baby in die Welt in all ihrer Begrenztheit, kommt in unsere Begrenztheit, in meine Begrenztheit. Er, der jenseits von Raum und Zeit existiert, betritt unseren Raum. Sacharaja kündigt es an: „Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer!“ (Sach.9,9) Das ist doch eigentlich unfassbar. Mein König,  Gott, …… er kommt zu mir?! Er weiß, dass es mich gibt? Er möchte mich treffen? In meinem  beschränkten Raum? Da muss ich erst mal aufräumen, …. aber wie? Ursprünglich war die Adventszeit eine Fastenzeit. Eine Zeit, in der ich alles reduzieren soll, damit mich nichts ablenkt, in der ich mein Inneres vorbereiten kann, auf die Ankunft des Herrn! „Siehe ….. dein König kommt zu dir.“ Der Prophet sagt: Stopp, halt! Passt auf, dass ihr das Wichtigste nicht überseht! Er mahnt uns innezuhalten und zu schauen. Wie wichtig ist das gerade in der Adventszeit, die alles andere als eine Fastenzeit ist. Wir sollten uns in der Adventszeit Freiräume schaffen, um unseren Blick zu schärfen. - Jeden Morgen bevor das Tagwerk beginnt: 5 Minuten in Stille IHM nachspüren. Er ist schon da! - Einen Adventskalender für Erwachsene lesen, um unsere Aufmerksamkeit auf IHN zu lenken. - Ein Weihnachtslied singen, nur für mich. Ich darf durchatmen, aufatmen. Ich darf aufhören mit dem Aufräumen und Aufhübschen meiner Räume und meiner selbst. Er kommt zu mir! Zu all dem, was  mich ausmacht. In meinen „Stall“! Gott kommt am liebsten in unaufgeräumte Verhältnisse. (Bitte nicht meinen Kindern verraten.) Ich glaube, der Stall war keine Notlösung, sondern die Lösung! In einem Stall kann ich Licht sehen, brauche ich Licht. Sein Licht erleuchtet meinen „Stall“. Sehe ich sein Licht vor lauter weihnachlichter Glanzbeleuchtung noch? „Siehe, Dein König kommt zu Dir, ein Gerechter und ein Helfer!“ Er ist schon da! Siehst Du ihn?

Ursula Giebeler