Auf ein Wort....

Die Ferien haben begonnen. Einige sind schon im Urlaub, andere warten noch erwartungsvoll darauf. Wo zieht es Sie hin? Bei mir ist es immer wieder das Meer. Diese schier endlose Weite des Wassers und die wohltuende Luft. Dazu lange Spaziergänge am Strand, Muscheln sammeln, Wellenrauschen.
Ich glaube, auch der Beter des 139. Psalmes war ähnlich angetan vom Meer. Staunend kann er feststellen: „Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.“
Den großen Bogen vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang, von einem Ende der Erde bis zum anderen spannt er. Größer und weiter kann man die Welt nicht denken – „wie Wind und Weite – und wie ein Zuhaus“, wie es in einem Lied heißt. Größer und weiter kann man Gott nicht denken. Egal wo du auch bist, nah oder fern  – egal wie es dir ergehen mag, in der größten Freude oder in dem tiefsten Leid, egal ob am Morgen oder am Abend des Tages, des Lebens, der Hoffnung, der Liebe, des Glaubens: So würde auch dort, Gott, deine Hand mich halten und deine Rechte mich führen. Ein  Bild von grenzenlosem Gehaltensein, von unendlicher Geborgenheit!
„Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes.“ Mit diesen Worten wird Paulus diese Gewissheit von der umfassenden Geborgenheit der Christen in Rom verkünden. Und ähnlich wie der Beter des 139. Psalms durchmisst er die ganze Welt. Weder Hohes noch Tiefes, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder irgendein Mensch noch Geschehen, weder die Frage nach der Zukunft noch die Schuld, die seit gestern lastet, weder der Tod noch das Leben, weder tiefste Traurigkeit noch größtes Glück, weder herzliche Liebe oder böser Hass – nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes!
„Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer, wie Wind und Weite und wie ein Zuhaus.“
Egal wohin es Sie zieht – in die Ferne oder in die Nähe – nehmen Sie diese Gewissheit mit: „Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.“
Bleiben Sie wohl behütet in diesem Sommer!
Ihr Thomas Rabenau